Schülerprojekt: Was mir aus meiner alten Heimat blieb… Schülerinnen und Schüler aus der Altstadtschule und ihre Erinnerungen

Stell dir vor, du musst dein Zuhause verlassen, sogar deine Stadt und dein Land. Und du weißt nicht, ob du jemals zurückkehrst. Was nimmst du mit?

Nur schwer kann man sich diese Situation tatsächlich vorstellen. Für viele Schüler der Altstadtschule war dies jedoch die harte Realität. Zusammen mit ihrer Lehrerin Katharina Schwab- Stepanenko zeigen die migrierten Schüler, worauf ihre Wahl beim Verlassen ihres Zuhauses letztendlich fiel.

In der Ausstellung mit dem Titel „Was mir aus meiner alten Heimat blieb…“, die im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus an der Altstadtschule lief, werden neben dem Ring der Oma aus der Ukraine, der Bauchkette aus Kenia oder einem Kinderbuch aus Vietnam viele weitere Dinge aus etwa 30 Herkunftsländern präsentiert. Auf den ersten Blick vielleicht banale Gegenstände, beinhalten diese jedoch einen enorm großen Wert für die Schülerinnen und Schüler.

„Ich habe leider nichts, was mich an mein Heimatland erinnert.“, so Hajar aus Syrien. Auch diese Fälle gibt es, Hajar verlor alles im Wasser auf dem Weg nach Europa, als das Boot fast gekentert war. Schließlich ist er froh, diese Reise überlebt zu haben und jetzt in Bayreuth ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Solidarisch mit ihren Mitschülern setzten alle Schüler der Altstadtschule ein Zeichen gegen Rassismus. An Plakaten mit Aufschriften wie „Vielfalt ist unsere Stärke“, „Eine Schule- viele Kulturen“, „Wir profitieren alle voneinander“ oder „Das ist nicht mein Land oder dein Land. Das ist unser Planet.“ machte sich die Schulgemeinschaft stark für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit.